Kaiserschnitt

Lag die Kaiserschnitt Rate in Deutschland laut dem statistischen Bundesamt noch in 1991 bei 15,2 % so lag sie in 2012 bereits bei 31,7 %.

Natürlich gab und gibt es immer wieder Gründe für die Entscheidung zu einem Kaiserschnitt. Diese Gründe und auch die regionalen Schwankungen in der Kaiserschnitt Rate im Bundesgebiet können die Steigerung jedoch nicht medizinisch erklären. Natürlich bringt ein Kaiserschnitt beim gegenwärtigen Vergütungssystem Vorteile und man muss nicht auf das Kind warten. Zeit ist Geld oder auch Freizeit für die Geburtshelfer.

Man sollte vielmehr nach Kompetenz bezahlen. Dann bekämen die Kliniken mit wenig Kaiserschnitten mehr Geld. Witziger weise haben Unikliniken mit besonders problematischen Schwangeren oft niedrigere Kaiserschnitt Raten als periphere Häuser. Das sollte zu Denken geben.

Die Ärzte Zeitung berichtet in ihrer Ausgabe vom 2. Dezember 2015: "NRW will Kliniken mit niedriger Sectio-Rate finanziell fördern. 32,8 % beträgt der Anteil der Kaiserschnitt Entbindungen in NRW. Eie WHO empfiehlt eine Kaiserschnittrate von 10 bis 15 %,"

Suchen Sie sich eine kompetente Hebamme. Diese wird Sie begleiten und auch beraten. Entbinden Sie nach Möglichkeit zu Hause. Soll es ein Krankenhaus sein, so fragen Sie zuvor nach den Kaiserschnitt Raten des Hauses. (extrem hohe Schwankungsbreite zwischen den Häusern).

Sollten Sie jedoch Ihr Kind durch Kaiserschnitt entbinden müssen, so ist folgende Maßnahme zu empfehlen:

Geben Sie vor dem Kaiserschnitt einen Tupfer für ca. 1 Stunde in die Scheide und heben Sie den Tupfer für Ihr Kind nach der Geburt auf (Kühlschrank). Nach der Geburt bestreichen Sie damit Ihr Kind von oben bis unten (auch Mund und Nase). Damit helfen Sie Ihrem Kind zu einer natürlichen Darmflora zu gelangen. (s.a. Ernährung - Baby)

Sollten Sie dies nicht getan haben, so empfehle ich dem Kind Probiotika zu geben.