Rota Virus

Die CDC (Gesundheitsamt USA) berichtete bereits 1999 über Darminvaginationen nach Rotavirus Impfung. Die WHO berichtete im Jahre 2000. Es wurde damals postuliert, dass diese Nebenwirkung bei den neuen Impfstoffen nicht mehr auftreten sollte.

Persönlich erlebte ich einen Fall bei einem vier Monate alten Kind in 2007 (nach Not-Op noch gerettet). Niemals hätte ich damit gerechnet, dass dieser Impfstoff durch die StiKO jemals empfohlen werden würde. In 2013 war es soweit; die Rotaviren Impfung wurde tatsächlich von der StiKO empfohlen.

Das Paul-Ehrlich Institut (PEI) weist jetzt darauf hin, dass diese Impfung mit einem erhöhten Risiko für eine Invagination des Darmes einher geht. Anlass für die Warnung geben zwischenzeitlich 82 Darminvaginationen in Deutschland und zwei Todesfälle aus Frankreich, bei denen es Ende März 2015 zu einer Darminvagination gekommen war. Daraufhin hatte der "Haut Conseil de la Sante Publique" seine Empfehlung zur Grundimmunisierung von Kindern zurückgezogen. (Quelle: Der Hausarzt, (11) 20. Juni 2015)

Das PEI ruft nun Ärzte auf, Eltern über das Risiko einer Darmeinstülpung vor dieser Impfung zu informieren. Das wird doch der Kinderarzt Ihres Vertrauens sicherlich auch gemacht haben. Spätestens seit 1999 ist die Problematik immerhin bekannt.

Anders als die französische Kommission hält die deutsche Ständige Impfkommission (STiKO) aber an ihrer Impfempfehlung für Kinder weiterhin fest.

Deutsche Kinder sind scheinbar "hart wie Kruppstahl".