Ökologische Therapie 

Damit sind Therapieverfahren gemeint, die bei nachgewiesenen Störungen der körpereigenen Flora (s. Dysbiose) eingesetzt werden.

Die Ökologie ist die Lehre von den überorganismischen Beziehungsgefügen. Im Darm sind ca. 2 kg Keime vorhanden. Da dies vermutlich über 95 % des gesamten Mikorbioms sind, spielt die Darmflora die Hauptrolle. Wie arbeiten diese Keime zusammen? Tanzen manche auch aus der Reihe? Wie werden diese "Protestanten" wieder eingemeindet? Wie kommunizieren wir mit unseren Mitbewohnern? Alles Fragen, welche sich der Ökologie auftun.

Ein alter Begriff kann, auch wenn er angesichts der vielen Fragen sicherlich nur eine etwas naive Vorstellung bringt, dennoch hilfreich sein. Man gehte am Sonntag duch seine Wohngegend bzw. Dorf und betrachte die Gärten der anderen Dorfbewohner. Hier und da wird ein Garten auffallen, der voller Unkraut ist und äußerst ungepflegt erscheint. Jetzt kann man sich so richtig darüber aufregen. Wie kann man bei solchen Gärten denn Abhilfe schaffen?

Zunächst muss natürlich der Inhaber motiviert werden. Dann würde man einmal durchhacken und das Unkraut beseitigen. Anschließend pflanzen wir zweckmäßiger Weise z.B. einen Rasen an, damit das Unkraut vom Rasen weggedrückt wird und wir nicht ständig hacken müssen. Für den Darm würden wir an Stelle das Rasens dann Probiotika einnehmen. Auch die Flora der Augen und der Nase lässt sich bei Bedarf korrigieren. Wundbehandlungen können ebenfalls ökologisch optimiert werden. Häufige Harnwegsinfekte können verhindert werden. 

Eine Vielzahl von Krankheiten geht mit einer Verschiebung der körpereigenen Flora, insbesondere des Darmes, einher. Der Einsatz von Probiotika ist lediglich nur ein Puzzle-Stückchen in einem ganzheitlichen Therapiekonzept. Allerdings sind für die Fertigstellung eines Puzzle stets alle Stückchen erforderlich.

Daher erstellen wir für Sie ein Therapiekonzept nach vorangehender